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1991 zieht er sich während der Sommermonate in langer Abgeschiedenheit an die Wattküste der Provinz Groningen zurück: "Jetzt mal eine Zeit lang nicht mit und für andere..." Bewusst sucht er die Herausforderung. Nachdem er jahrelang im Hochgebirge gemalt hat, entscheidet er sich nun für die Unendlichkeit des stets gegenwärtigen Horizonts im Groninger Polderland und am Wattenmeer. Das Resultat ist eine große Anzahl Gemälde aus dem Gebiet zwischen Noordpolderzijl und Eemshaven. Die Erfahrung dieser Landschaft ist derart intensiv, dass Douma für den kommenden Sommer erneut einen einsamen und langen Arbeitsbesuch plant, um sich in höchstem Maße inspirieren zu lassen. 1992 wohnt er zeitweilig in Loo, einem kleinen Dorf in der Nähe von Arnheim. Der Aufenthalt in der Flusslandschaft von Waal, Rhein und IJssel bietet auch dieses Mal Anregung genug für eine Serie von Acrylbildern. Die letzten Mal-Safaris führen ihn durch die Küstenregion bei Sint Maartenszee (Noord-Holland), nach Ameland und in das Stromgebiet der Maas (Limburg).
Gegen Ende des zurückliegenden Jahrhunderts lässt sich Jan Ernst Douma, auch aufgrund eigener Jugenderinnerungen, vom Licht des Mittelmeers inspirieren. Er verbringt die Monate einer im Lehrerberuf lang angesparten Urlaubszeit in der (sub)tropischen Wärme von Ibiza und Malta. Diese Arbeitsbesuche im Ausland halten ihn jedoch nicht davon ab, seine Liebe zur Stadt Groningen und ihrem weiten Umland immer wieder malend unter Beweis zu stellen.
Er entdeckt das Thema ‘die aeusserte Innenstadt’ und schaft seine erste Serie (64 Werke) ueber die niederlaendisch Stadt Groningen. Danach wendet er sich der Stadt Delft zu. Mit seinem Geburtshaus beginnend, erfasst er auch diese Stadt wie ein neugieriger Spaziergaenger. Die Serie von ingesammt 81 Auquarellen wurde von Stadtmuseum, dem Prinsenhof Delft, angekauft. Beide Serien sind in Buchform erschienen. Sein Motto: ‘Ich male Schatten, das Licht bekomme ich gratis dazu’ wird immer erkennbarer und tiefgehender.Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Douma nach einem Besuch in Wien die Ringstrasse und deren malerischen Wirkung entdeckte. Alles war vorhanden, was eine Reihe Auquelle benoetigte: Lichteinfall, monumentale Architektur und Raum fuer eigene Interpretation.Die Groesse der Stadt und die Dekorationslust der Wiener zwingen den Kuenstler neben den Pinsel auch den Zeichenstift zur Hand zu nehmen. Zu seinem grossen Vergnuegen.
Durch der Ermittlung der Niederlaedischen Botschaft und Dank der Foerderung der Volksbank Wien koennten die 49 Veduten der Wiener Oeffentlichkeit, in das Veranstaltungszentrum der Bank, presentiert worden.
Ein Jahr spaeter hat Jan Ernst Douma wieder eineWiener Ausstellung und eine Premier. Zum aller ersten Mal stellt ein Nichtoesterreicher seine Werke aus im Erste Bezirksmuseum ‘Das altes Rathaus’.
Professor J. Bandion ist bei beiden Vernissagen verantwoertlich fuer die zwei kunsthistorischen Einfuerungen und des Buch/Katalog ‘Die Wiener Ringstrasse, zwischen lustvoller Erkenttniss und realen Traeumen’.
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